Meine Erfahrung mit der Grinberg-Methode

Ich möchte euch kurz meinen Heilungsprozess durch die Grinberg-Methode aufzeigen. Durch sie habe ich nicht nur körperliche Beschwerden lindern, sondern mich auch persönlich weiterentwickeln können.

Viele Ärzte, keine Hilfe

Nach langen Sitzungen bei verschiedenen Physiotherapien und ständigen Besuchen beim Orthopäden, habe ich mich vor einigen Monaten dazu entschieden einen Heilpraktiker aufzusuchen. Ich habe seit über zwei Jahren mit einem dauerhaft angespannten Oberschenkel zu kämpfen. Egal was ich tue, er ist ständig verhärtet. Auch wenn ich versuche zu entspannen, es passiert einfach nichts. Meine Verzweiflung stieg mehr und mehr. Nicht einmal die Ärzte konnten sich erklären, woher das kommt. "Versuchen Sie mal zu entspannen." "Probieren Sie doch mal Autogenes Training." Leider ist das nicht so einfach, wenn dieser Zustand schon so lange anhält.

Ich unterhielt mich also eines Tages mit einer Freundin, deren Mann schon lange mit Rückenproblemen zu kämpfen hat und Hilfe bei einem Heilpraktiker fand. Also fand ich bei meiner Recherche zufällig einen Gutschein für eine Heilpraktikerin auf Groupon, die zufälligerweise auch noch in der Nähe der Agentur sitzt, in der ich arbeite.

Die ersten Sitzungen mit der Grinberg-Methode

Schon eine Woche später saß ich also bei Rebekka, einer sehr liebevollen und großartigen Heilpraktikerin der Grinberg-Methode. Ich habe mich sofort bei ihr wohlgefühlt, auch wenn die anfängliche Analyse meines Ist-Zustands etwas ungewohnt war. Sie schaut deine Füße an und weiß irgendwie sofort, was mit dir los ist. Faszinierend und spooky zugleich 😉

Neben der Arbeit mit dem Körper, geht es aber auch an den Geist. Wir redeten also darüber, wie es mir geht, wie wohl ich mich in meinem Job fühle und wie es auch privat bei mir aussieht. So gingen wir Schritt für Schritt zu den Ursprüngen meiner körperlichen Leiden. Und tada, hier kommen wir wieder zur Psyche. Überraschung! Quintessenz war bzw. ist also, dass die Schmerzen in meiner Oberschenkelmuskulatur von meinem verkorksten Kopf kommen. Das heißt demnach, ich muss erstmal einiges dort oben aufräumen, bevor es da unten besser werden kann.

Rebekka hat mir dabei bisher unglaublich geholfen. Bereits während und nach den ersten beiden Sitzungen habe ich eine Veränderung in meiner Muskulatur bemerkt. Da mein Bein am Ende der Sitzung das erste Mal seit (wirklich) Jahren! einigermaßen entspannt war, habe ich die Tage danach häufiger ein starkes Ziehen und Brennen im Oberschenkel gespürt. Das zeigte mir: hier passiert etwas!

Schlussfolgerung und Empfehlung

An den meisten Tagen kann ich mich richtig gut darauf einlassen. An manchen fällt es mir etwas schwieriger, aber das ist normal. Ich habe sehr viel gelernt in den letzten Monaten. Vor allem habe ich begriffen, dass ganz viel mit der Atmung einhergeht. Sobald ich negative Gefühle oder Gedanken, oder Angst vor einer herausfordernden Situation habe, zieht sich mein Brustkorb zusammen, alles verspannt sich (natürlich inklusive Oberschenkel) und meine Atmung wird sehr flach. Ich atme nicht mehr in den Bauch und dadurch erhält wohl mein Gehirn auch nicht so viel Sauerstoff. Alle Gedanken werden von Nebel umschlossen und ich weiß nicht mehr weiter.

Mittlerweile kann ich dem ganz gut entgegenwirken, indem ich ein paar Mal tief durchatme, mich aufrecht hinsetze und ein paar Übungen mache, um den Kopf wieder frei zu kriegen. Das klingt so simpel, wenn ich mir das jetzt durchlese. Aber es ist ein langer Prozess. Erst einmal muss man die Situation überhaupt so wahrnehmen. Das habe ich durch viel Achtsamkeitstraining gelernt. Aber dazu möchte ich gern beim nächsten Mal mehr erzählen.

Mich interessiert, ob ihr auch solche Erfahrungen gemacht habt und wie ihr damit umgeht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.