FAZIT – 30 Tage Clean Eating

30 Tage lang haben wir - mein Freund und ich - unsere Clean Eating Challenge durchgezogen und ich möchte dir ein kurzes Fazit nicht vorenthalten.
Anfangs war ich wirklich etwas skeptisch, ob das Ganze über 30 Tage funktionieren kann (und wird) und nicht einer von uns "rückfällig" wird. Doch schon am ersten Tag waren wir sehr diszipliniert. Auch mein Freund hat immer wieder nachgefragt, was er denn essen dürfe und ob dies und das möglich sei. Ich habe alle möglichen Webseiten und insbesondere Blogs durchforstet nach Rezepten und Meinungen zu zuckerfreiem Essen. An dieser Stelle scheiden sich die Geister.

Fruchtzucker = böser Zucker?

Auf der einen Seite gibt es die strikten "Ich-verzichte-auf-jeglichen-Zucker", die auch keinerlei Obst zu sich nehmen. Und dann gibt es die - zu denen ich auch mich und meinen Freund zähle -, die hauptsächlich auf industriellen, raffinierten und zugesetzten Zucker verzichtet haben. Das heißt, ich esse auch mal ein Stück Obst. Jedoch kaufe ich keine Produkte, die zugesetzten Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker haben.

In der ersten Woche hatte ich Feigen-Walnuss-Kekse selbst gemacht. Die bestanden zum großen Teil auch aus Agavendicksaft. Das habe ich etwas bereut, denn der Fruktose-Anteil in Agavendicksaft (68g auf 100g) ist schon sehr hoch. Damit ist Agavendicksaft eigentlich sogar giftiger als Haushaltszucker. Das hat mich schon etwas geschockt, als ich das gelesen hatte. Es hat uns jetzt aber nicht geschadet 😉 Seitdem backe oder koche ich auch nichts mehr damit. Daher ist der einzige Zucker, den wir ab und zu zu uns nehmen, natürlicher Fruchtzucker in Obst. Der enthält zwar genauso Fruktose, dafür jedoch auch Ballaststoffe und Antioxidantien. Naja. Egal wie man es macht, ist es eben doch nicht richtig. Wir haben uns dafür entschieden, Obst nicht von unserem Speiseplan zu streichen.
Außerdem würde doch das Oatmeal am Morgen viel langweiliger aussehen ohne ein wenig farbenfrohes Obst, oder? 🙂

Clean Eating - was genau heißt das?

Sauberes Essen? Klingt für einige erstmal seltsam, aber nachdem man sich das erste Mal etwas damit auseinandergesetzt hat, stellt man vielleicht fest, dass man zum Großteil eigentlich schon nach diesem Prinzip lebt.

Das Konzept hinter Clean Eating ist nichts Neues - nur der Begriff vielleicht. Vorher hat man es einfach nur als natürliche, gesunde und vollwertige Ernährung bezeichnet. In meinem letzten Artikel findest du weitere Informationen zum Thema Clean Eating.

Glaube auch nicht direkt, wenn auf der Verpackung "ohne Zucker" steht. Damit ist meistens nur der normale Haushaltszucker gemeint und dahinter verbergen sich oft Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Es ist daher immer gut, die Zutatenlisten anzuschauen.

Ergebnis nach zwei Wochen

Die Ernährungsumstellung ging für uns beide relativ unproblematisch. Wir haben uns von Anfang an genau an unseren Ernährungsplan gehalten. Morgens gab es meistens Porridge, Overnight-Oatmeal, Smoothie-Bowl oder mal etwas selbstgebackenes Brot. Für den kleinen Hunger zwischendurch haben wir uns verschiedene Nüsse eingepackt. Denn gerade auf Arbeit kann es zu kleinen Heißhungerattacken kommen - bei mir zumindest 😉

Zum Mittag und Abendessen gab es besonders viele Gerichte mit Bohnen und Linsen, z.B. Schwarze Bohnen-Nudeln. Das macht das Essen nicht nur abwechslungsreich, sondern auch sehr spannend. Schwarze Nudeln ist man ja nicht jeden Tag 😉

Ansonsten habe ich wirklich viel Tee getrunken, vor allem grünen Tee. 2-3 Liter pro Tag waren mein Ziel und das habe ich auch oft geschafft.

Das Ergebnis nach bereits 1,5-2 Wochen waren bei mir -1,5kg und bei meinem Freund sogar -4kg.

 

Ergebnis nach vier Wochen

So ging es eigentlich auch die restliche Zeit weiter. Wir haben uns durchgängig gut gefühlt, waren aktiver als vorher und sogar eine Erkältung konnte ich abwehren. Für uns beide war klar, dass wir nach den 30 Tagen nicht wieder zurück zu alten Mustern fallen würden. Uns ging es einfach zu gut.

Fazit nach 30 Tagen: bei mir ca. -2,5kg, bei meinem Freund ca. -6kg

Jetzt, so vier Wochen nach der Challenge habe ich ein Kilo wieder drauf. Aber ich habe in letzter Zeit einfach nicht so darauf geachtet, hatte keinen Tag frei und daher auch nicht wirklich Zeit für Bewegung oder ständiges Kochen. Kochen ist ein Punkt, der wirklich viel Zeit kostet. Neben Brot und Mittag-/Abendessen habe ich auch viele Snacks selbst gemacht. An manchen Tagen hat es schon etwas genervt und momentan lässt es die Zeit einfach nicht zu.

Dennoch kann ich jedem nur empfehlen, ab und zu ein paar Wochen zucker- und weizenfrei einzuplanen. Es macht wirklich viel aus. Wir achten auch jetzt noch darauf, kaufen nur Vollkornbrot bzw. backen selbst und auch Pasta kaufen wir nur in der Vollkorn-, Dinkel-, Linsen- oder Bohnenvariante.

Falls noch Fragen zu dem Thema bestehen, beantworte ich sie dir gern!

Deine Ellz

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